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Als Symbol für „Behandlung“ habe ich die Wanderschuhe gewählt. Es geht  nun  darum den Weg zu gehen undwanderschuhe nicht nur darüber zu sprechen (siehe Beratung). Im  Umgang mit Kindern kann das eine neue Form des gemeinsamen Spiels sein, aber auch klare Anweisungen.

Wissenschaftlich besonders gut untersucht ist das Spiel- und Erziehungstraining aus der Eltern-Kind-Interaktions-Therapy (PCIT). Dieses ist geeignet für Kinder von 2 bis ca. 8 Jahren. Im Spieltraining (ST) vermittle ich Eltern Spieltherapie-Fertigkeiten, die sie benützen können, um Verhalten wie Unruhe, Unaufmerksamkeit oder freches Benehmen zu verändern. Diese Fertigkeiten helfen den Eltern und dem Kind, einander positiver gegenüber zu stehen, indem sie einen neuen Umgang miteinander erlernen.

 

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Manchmal ist auch eine zweite Phase notwendig, die Erziehungstraining (ET) genannt wird. Dieses beinhaltet das Erlenern von spezifischen Techniken der Grenzsetzung, welche dem Kind dabei helfen werden stiftekooperatives Verhalten zu lernen. Üblicherweise kommen Spiele zur Anwendung, die Bauen oder kreative Aktivitäten erlauben, wie Bausteine, Legos, Farbstifte und Papier. Wenn die Eltern einverstanden sind, können Spielsequenzen mit der Videokamera aufgezeichnet werden, um sie später gemeinsam anzusehen.

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Wenn ich mit einem Kind alleine arbeite, soll es lernen sein eigener Experte zu werden. Kinder können schon im Vorschulalter verstehen, dass sie nicht immer gleich sind. Manchmal sind sie ängstlich wie ein Reh, dann zornig wie ein Rumpelstilzchen oder stehen unter Strom wie eine gejagte Maus. In der Schematherapie nennt man einen solchen Zustand „Modus“. Kinder lernen diese Modi bei sich selbst zu unterscheiden und zu erkennen, wie es dazu kommt. Ein besonderer Zustand ist der „Clever-Modus“, denn dieser behält den Überblick und findet oft gute Lösungen. Dieser Zustand soll besonders gestärkt werden.  Dazu benutze handpuppeich z.B. Handpuppen, Bücher oder das Spiel mit Logokleinder Therapiesandkiste.  Die Kinder lernen genau hinzuschauen, wie ein Detektiv. Diese Fähigkeit kommt im Claritas-Logo zum Ausdruck. Wenn Kinder dann verstehen, was sie bewegt, was sie brauchen und ihre Bedürfnisse in Worte fassen können, ist die Offenheit und Gesprächsbereitschaft der Eltern gefragt. Gibt es im Alltag Möglichkeiten dem Kind entgegenzukommen?

Aus Kindern werden Jugendliche und aus Jugendliche Erwachsene. Dadurch verändern sich die Herausforderungen des Alltags, aber die Grundthemen bleiben oft gleich. Auch in der Behandlung von Erwachsenen geht es um aktuelle Bedürfnisse und der Frage, wie diese im Alltag erfüllt werden können. Jedes Kind wird wiederholt in seinen Bedürfnissen frustriert und entwickelt Strategien, um damit umzugehen. Manche Strategien führen aber im Erwachsenenalter zu Nachteilen. Bsp.: Susanne, 24, hat gelernt sich unauffällig zu verhalten und keine Ansprüche zu stellen, da sie sonst die Kritik Ihrer Eltern auf sich zog. Als buecherErwachsene fällt es ihr nun schwer berechtigte Forderungen zu stellen. Auch hier geht es darum, die Geschichte wie sie war anzuerkennen und die Strategien zu würdigen. Dieser Prozess braucht oft seine Zeit. Danach lautet die Frage: „Welche Strategien sind im Hier und Jetzt, als erwachsene Person, hilfreich, um glücklich zu leben, stabile Beziehungen zu haben, Erfolg zu genießen und Spaß zu haben?“